
Moderation Katharina Wenty. Einlass 30 Minuten vor Beginn.
Das Aleph ist die siebte Folge der Reihe „Long Story Short“ - ein Projekt der Literaturburg Ranis, das Werke der Weltliteratur in kurzen Animationsfilmen zum Leben erweckt. Tina-Maria Feyrer und Ralf Schönfelder erzählen Borges’ Geschichte neu und öffnen einen geheimen Ort, an dem sich das ganze Universum auf einmal offenbart. Wie so oft in Borges’ Werk kreist auch diese Erzählung um ein mystisches Erlebnis, in dem Zeit und Raum ineinanderfallen und die Unendlichkeit erfahrbar wird.
2025 – Österreich ist seit 30 Jahren Mitglied der EU – 30 Jahre Wohlstand und Freiheit! Anlässlich dieses Jubiläums verwandelt sich die österreichische Flagge in viele bunte Gemeinschaften und Identitä ten, die sich nicht durch Nationalismus definieren lassen. Gleichzeitig werden collagenartige Texte im Sinne einer multiplen Autorenschaft über die EU zitiert, um die vielen Stimmen und Meinungen in ihrer Vielfalt zu einer großen Gemeinschaft zu vereinen. Auf nach Europa!
Der Steinbruch liegt am Rande des Dorfes und am Fuße des Berges. Es ist ein Grenzgebiet, in dem man sowohl der Millionen Jahre alten Geschichte der Erde als auch der modernen Industrie begegnet. Im Film wird die Umgebung des Steinbruchs an einem Sonntag erkundet. Wo Fossilien normalerweise durch einen mechanischen Abbauprozess zu Kies verarbeitet werden, liegt an diesem Tag alles still, und es kommt zu einer neuen Begegnung: Der Fossiliensammler kann nun ungestört die Basaltfelsen nach Spuren urzeitlichen Lebens absuchen. Er steht, wie der Steinbruch, zwischen den Welten und liest im Gestein vergangene Katastrophen, die die gegenwärtige Zerstörung unseres Ökosystems widerspiegeln.
„Third Impact“ ist ein spekulativer Film, der in Zusammenarbeit mit KI-Systemen entstanden ist und sich um einen Quantencomputer dreht, dessen Aufgabe es ist, das Leben auf einer untergehenden Erde zu bewahren. Als ein mysteriöses Ereignis jegliches organische Leben auslöscht, verliert die Maschine ihren Daseinszweck. Was folgt, ist eine emotionale, existenzielle Reise, erzählt aus der Perspektive der Maschine, die sich auf der Suche nach einem Sinn jenseits ihres ursprünglichen Entwurfs mit Erinnerung, Verlust und den Überresten menschlichen Ehrgeizes auseinandersetzt.
Dieser Poesiefilm thematisiert den ständigen Konflikt, in dem sich Menschen zwischen der Verwirklichung ihrer Träume und der Härte der Realität befinden. Der Film zeigt, wie Menschen mit Verlust, Ablenkung und der Suche nach einer festen Anstellung – nach irgendeiner Art von Arbeit – umgehen, ganz gleich, ob diese ihren persönlichen Wünschen entspricht oder ihnen zuwiderläuft, weit entfernt von allen Träumen und kindlichen kreativen Ideen. Wir leben in einer Zeit, in der es keinen Platz für Träume gibt.
Poesie des unwiederbringlichen Augenblicks. „Huldigung“ ist ein Poesiefilm der den Untertitel „Bankrott-Gedicht“ als formale Vorlage nimmt und daher mit Trash-Produktion, Lärm-Ton, One-Take, Just-in-time-vor-Ort-Ästhetik operiert. Hier kommt zusammen, was zusammengehört. Ein gebrüllter Abgesang auf den Bankrotteur René Benko begleitet vom Abbruchlärm eines seiner Prestigebauprojekte, dem Lamarr in der Mariahilfer Straße.
„im zoo“ ist ein Poesiefilm, der mithilfe einer Mehrkanalprojektion Erinnerungen und Wahrnehmungen fragmentarisch darstellt. Der Film bewegt sich zwischen dokumentarischem Filmmaterial und poetischen Bildern und untersucht, wie Erinnerungen Gestalt annehmen.
numbers enthält ausschließlich Stimmen aus dem Fernsehen, die bestimmte Personenzahlen, Zahlen zu zufälligen Dingen, Zeiträume, Börsenwerte usw. erwähnen. Das Video wurde von einem KI-Videogenerator anhand der gesprochenen Phrasen als Eingabe erstellt:
20 Millionen Lichtjahre entfernt
vor fünf Wochen
vor ein oder zwei Augenblicken
10 Quadratzentimeter
7 Mal so hoch wie die Nelson's-Column
400 Mal
zwei Abenteurer
13 Serien
60 Millionen Fans weltweit
...
„Das Gesicht von Hella Mandt“ stammt aus einem Gedichtzyklus von Niall Brooks mit dem Titel „Der Schlafwandler Träumt“. Dieser Kurzfilm, der auf einem Prosagedicht aus dem Zyklus basiert, spielt in den Zwischenräumen von Erinnerungen und Träumen. Er ist inspiriert von „Mädchenbildnis“ von Karl Tratt (1900–1937). Die Geschichte wird von einer Person erzählt, die im Laufe einiger Tage in Salzburg dreimal dasselbe Gesicht bei drei verschiedenen Menschen wiedererkennt.
In „Die Gleichzeitigkeit der Atmung“ begreift Mersolis Schöne die experimentelle Filmproduktion als einen Ort der Begegnung, an dem Zeichnungen und Pressefotos der österreichischen Künstlerin Lisa Est und Thomas Ballhausens Poesie in einem gemeinsamen philosophischen Experiment aufeinandertreffen. Durch die Stimmen von Apollina Smaragd (Deutsch) und James Delaney (Englisch) führen Zeilen wie „Worte / die uns stets lebendig halten“ in den Grenzbereich eines semantischen Atems. Der Film selbst nimmt Gestalt an als lebendiges, poetisches Wesen, das jene flüchtigen Momente ergründet, in denen sich Wirklichkeit und Möglichkeit in der Unschärfe zwischen den Atemzügen begegnen.
Salome, Tochter des Herodes – Königin, Frau, Opfer? – beschließt, sich dem Willen und dem Glauben ihres Vaters zu widersetzen. Eine neue Interpretation des mythischen Schleiertanzes als politischer Akt und nicht als bloße Eifersuchtsgeschichte. Musikvideo zu Alfons Kammerlanders Song „Salome“ mit Anspielungen auf Richard Strauss’ Oper und Oscar Wildes Theaterstück „Salome“.
Ein Wiener Klanggedicht.
Der von Rühm persönlich gelesene Text besteht aus jeweils 2 ähnlichen Worten im Wiener Dialekt, zum Großteil Wortschöpfungen von ihm selbst. Synchron zu den 2 ähnlichen Worten sieht man jeweils 2 ähnliche Bilder, gestaltet von Hubert Sielecki, die die Worte als abstrakte fotographische Malerei abbilden. Im Gegenbsatz zur brillanten Schärfe von Abbildungen in allen Medien sind die Bilder unscharf. Gerhard Rühm schrieb im Jahre 2025 im Alter von 95 Jahren 100 poetische Texte, die im März 2026 im Band „Welt im Wandel“ erscheinen. Ein Gedicht ist dem Autor Hubert Sielecki gewidmet, der damit den Film „Im Noankastl“ herstellte.