14. November 2023, 20:00 Uhr
Ort: Stadtkino im Künstlerhaus, Akademiestraße 13, 1010 Wien
Eröffnung durch Tanja Prušnik, Präsidentin des Künstlerhaus & Sigrun Höllrigl, Festivalleitung
Moderation: Katharina Wenty
Traditionell wird das Art Visuals & Poetry Film Festival mit einem internationalen Programm eröffnet. Es geht um eine Leistungsschau internationaler Poetry Filme rund um den Globus. Der internationale Preis wird live vor Ort durchs Publikum vergeben. ZuschauerInnen erhalten bei Einlass je eine Stimmkarte. Mit dieser Karte kann man seinen Favoriten Punkte vergeben. Der internationale Publikumspreis ist mit 1000.- Euro dotiert. Der Gewinnerfilm wird bei der Siegerehrung bekannt gegeben.
Mehrsprachige Filme. Alle nicht englisch-sprachigen Filme werden mit englischen Untertiteln versehen. Qualität der Projektion: DCP.
Herzzerreißende Brecht'sche Melodramen von Douglas Sirk, dessen "All That Heaven Allows", ein weiterer wichtiger Intertext, über und hinter unserem verrückten Wirbelwind einer Liebesgeschichte schwebt, die sich über mehr als 30 Jahre erstreckt.
Dieses Gedicht ist ein tragischer Monolog, der einer Frau, die um ihre tote Liebe trauert. Es ist ein melancholischer Dialog zwischen arabischer Musik (die den Tanz umhüllt) und jüdischer Kalligraphie (die den englischen Text, den wir hören, in Zeichen übersetzt, die wir sehen können). In beiden geht es um Schönheit, Nähe, Liebe und Tod. Gescheiterte Rendezvous, Land, Entwurzelung und Exil. In diesem Zusammenhang sind "Möge der Friede mit dir sein", mit dem das Gedicht beginnt, und "Möge die Liebe mit dir sein", mit dem es schließt, eine Aufforderung, dem Todestrieb in uns zu widerstehen.
Shades of Gray ist ein kurzer Poesiefilm, der die komplexe Erfahrung des gemischtrassigen Lebens in einer von Weißen dominierten Gesellschaft untersucht. Der Film fängt die Gefühle der Isolation und Verwirrung ein, die entstehen, wenn man weder von seiner Familie noch von seiner Gemeinschaft voll akzeptiert wird. Der Protagonist, eine gemischtrassige Person, fühlt sich in beiden Welten als Außenseiter.
Berührungen sind Reisen - ein Filmgedicht über die vielschichtige Reise zwischenmenschlicher, interkultureller Begegnungen. Wie sind wir miteinander verbunden? Basierend auf einer poetischen Textcollage von Marion Steinfellner, die indische, japanische, deutsche und österreichische Texte von Yuko Kaseki, Savita Rani, Mersolis Schöne und Marion Steinfellner zusammenführt.
*Dieser Film wird außerhalb des Wettbewerbs gezeigt.
Eine Frau in den Dreißigern erinnert sich an das Viertel, in dem sie vor dem Krieg aufgewachsen ist. Als sie vor einem großen Baum steht, nimmt sein Geruch sie mit auf eine Reise in ein Viertel, in dem es kein Leben mehr gibt.
Kein Zentrum zu haben, weder im Kino noch sonst wo. Sich nach einer lang verschollenen Liebe zu sehnen und doch vor ihr zu fliehen. Langsam in den Projektionen auf den eigenen Körper zu verschwinden. Bilder in Schleife über das Kino als Sehnsuchtsort, nach einem Gedicht von Vivien Tóth. Irgendwo muss das Weinen erlaubt sein.